Jonathan Scheiner Texte & Musik

26Nov/11Off

Haftung für Inhalte

Haftung für Inhalte

 

Die Inhalte meiner Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte kann ich jedoch keine Gewähr übernehmen.

Als Diensteanbieter bin ich gemäß § 6 Abs.1 MDStV und § 8 Abs.1 TDG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Diensteanbieter sind jedoch nicht verpflichtet, die von ihnen übermittelten oder gespeicherten fremden Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei bekannt werden von entsprechenden Rechtsverletzungen werde ich diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links

Mein Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte ich keinen Einfluss habe. Deshalb kann ich für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei bekannt werden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.

Urheberrecht

Der Betreiber der Seiten ist bemüht, stets die Urheberrechte anderer zu beachten bzw. auf selbst erstellte sowie lizenzfreie Werke zurückzugreifen.

Die durch den Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Beiträge Dritter sind als solche gekennzeichnet. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet.

Datenschutz

Soweit auf meinen Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder eMail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies soweit möglich stets auf freiwilliger Basis. Die Nutzung der Angebote und Dienste ist, soweit möglich, stets ohne Angabe personenbezogener Daten möglich.

Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten durch Dritte zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit ausdrücklich widersprochen. Die Betreiberin der Seiten behält sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-Mails, vor.

Quelle: Disclaimer von eRecht24.de dem Informationsportal zum Internetrecht

 

veröffentlicht unter: Disclaimer Kommentare
14Nov/11Off

Yemen Blues im DeutschlandRadio Kultur, 28.10.2011

Wilder Multikultimix

Die jüdisch-arabisch-afrikanische Musik von Yemen Blues

Jüdische Musik, die zugleich arabisch und afrikanisch klingt - für die Macher von Yemen Blues ist das kein Widerspruch. Mittlerweile ist ihr Debütalbum erschienen und die Band kommt im November für drei Konzerte nach Deutschland.

Wie jemenitische Musik klingt, das werden die wenigsten genau wissen. Hierzulande kennt man höchstens Ofra Haza, die mit "Im Nin'Alu" in den 80er-Jahren einen Welthit hatte. Dabei hat jementische Musik ganz unterschiedliche Facetten. Das zeigt auch die Musik der Band Yemen Blues. Da ist westafrikanischer Blues ebenso zu hören wie Musik aus der Sahara. Gnawi oder die Lieder der Tuareg kommen ebenso vor wie amerikanischer Funk oder Jazz.

Gegründet wurde die Band vor rund zwei Jahren von dem Jazzbassisten Omer Avital und dem charismatischen Sänger Ravid Kahalani. Beide Musiker haben jemenitische Wurzeln. Ihre Familien kamen in den 50er-Jahren aus der Nähe von Sanaa nach Israel. Omer Avital hat sich in der New Yorker Jazzszene einen Namen gemacht. Dort betreibt er ein Quintett, von dem schon zwei CDs erschienen sind.

Und der Sänger Ravid Kahalani sang schon als Kind in der Synagoge. Später hat er vor allem Blues und westafrikanischen Soul gemacht, bevor er die Band Yemen Blues startete:

"Der ganze Prozess begann vor zwei Jahren. Ich sagte Omer, dass ich zwei neue Songs geschrieben habe, lass uns etwas damit anstellen. Er lebte in New York und ich in Tel Aviv, also trafen wir uns nicht sehr oft. Aber wenn doch, dann haben wir zusammen gejammt. Am Anfang gab es nur Oud und Percussion und ein wenig Piano. Es war wie Magie. Irgendetwas passierte da. Ich fühlte, dass ich wirklich tief in die Musik eindrang, ohne dass ich darüber nachdachte, was ich tat."

Die Songs werden in jemenitischem Arabisch gesungen. Komponiert wurden sie allerdings in Englisch und Hebräisch. Ravid Kahalani hat für die korrekte Übersetzung die Hilfe seines Vaters in Anspruch nehmen müssen. In der Sprache seiner Ahnen zu singen sei für den Sänger deshalb so wichtig, weil er dadurch seinen Wurzeln näher komme.

Er sagt, dass die jementische Kultur alles andere als anerkannt wurde, als er ein Kind war. Daran habe sich auch heute nichts geändert. Der Mainstream in Israel sei nun mal die aschkenasisch-europäische Kultur:

"Es ist mir sehr wichtig zu erwähnen, dass es Teil der Arbeit bei Yemen Blues ist, dass wir alle gleichberechtigt sind. Nachdem ich Omer Avital angerufen hatte, riefen wir Itamar Droari, Roni Ivraim, Hilla Epstein, Hadar Noiberg und all die anderen Bandmitglieder an. Und dann saßen wir in einem Raum und kreierten die Musik gemeinsam. So war jeder Musiker Teil der Arrangements, der Songs und des Sounds."

So wirkt die Musik von Yemen Blues geradezu wie ein Spiegel der multikulturellen Gesellschaft Israels. Wie sich dieser Mix aus jüdischer, arabischer und afrikanischer Musik anhört, das kann man sich auch auf dem Debütalbum anhören. Es trägt den schlichten Titel "Yemen Blues".

Service:
Am 6.11.2011 spielt die Band Yemen Blues in Berlin, am 7.11. in Bremen und am 8.11. in Dresden.

 

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ausderjuedischenwelt/1590688/

 

veröffentlicht unter: Radio, Uncategorized Kommentare
14Nov/11Off

Anoushka Shankar

Indischer Flamenco

 

Beim Gedanken an das Crossover von klassischer indischer Musik und Flamenco zuckt man schon beinahe reflexartig zusammen, ist man doch in der Vergangenheit überschüttet worden von fehlgeschlagenen Vermischungen wesensfremder Musikwelten. Doch keine Angst: Ausnahmsweise passt’s vorzüglich zusammen.  Auf Anoushka Shankars Album „Traveller“ machen indische Musiker mit spanischen Flamenco-Virtuosen gemeinsame Sache. Der Grund für das Gelingen: Die spanischen Gypsies (Gitanos), deren Hausmusik der Flamenco ist, wanderten einst aus dem indischen Pundjab nach West-Europa ein, ihre Musik mit im Gepäck. Flamenco hat also auch indische Wurzeln, die nur darauf warteten, bloßgelegt zu werden.

Gewagt hat das Crossover-Experiment die Sitar-Spielerin Anoushkar Shankar, ihres Zeichens Tochter des indischen Sitar-Meisters Ravi Shankar und Halbschwester der Jazz-Diva Norah Jones. Anoushka Shankar ist nicht nur eine begnadete Sitarspielerin, die mit ihrem Instrument in der klassischen indischen Musik ebenso brilliert wie im Flamenco-Idiom. Sie ist außerdem eine kluge Arrangeurin: Sie weiß, welche Musiker sie einladen muss, um ihre musikalische Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Bei ihrem letzten Album „Breathing Under Water“ war es Sting, der mitwirkte. Bei dem aktuellen Album „Traveller“ sind es der Flamenco-Produzent Javier Limón und die schwarze Flamenco-Sängerin Buika, die beide zu den besten ihres Fachs zählen. Entstanden ist ein wahnwitziges und zugleich herausragendes Album, das – auch das kann bei so viel Virtuosität nicht mehr verwundern – beim altehrwürdigen Klassik-Label Deutsche Grammophon erschienen ist.

 

 

Anoushka Shankar: Traveller. Deutsche Grammophon 2011.

 

 

veröffentlicht unter: Uncategorized Kommentare
14Nov/11Off

Konitz und Tepfer

 

 

 

Da haben sich zwei Paradiesvögel gefunden: Der eine, ein 1982 in Paris geborener Jazz-Pianist, der seit neuestem zu Bachs Goldberg-Variationen improvisiert. Und der andere, eine 1927 geborene Jazzikone, die seit über 60 Jahren Jazz-Saxophon spielt. Seine jüdischen Vorfahren sind aus Polen in die USA geflohen, doch seit Jahren lebt er wieder in Deutschland und zuweilen auch in seinem Ferienhaus in Polen. Die beiden Musiker, Dan Tepfer und Lee Konitz, haben trotz des sehr unterschiedlichen Alters eine Reihe von Gemeinsamkeiten. Die wichtigsten: beide sind us-amerikanische Juden und beide sind dem Jazz verfallen. Seit geraumer Zeit kreuzen sich ihre Wege regelmäßig. “Lee und ich wurden im Frühjahr 2007 durch den französischen Pianisten Martial Solal miteinander bekannt. Seither spielen wir beide miteinander” sagt Tepfer.

Der aus Chicago stammende Lee Konitz hat schon als 21-jähriger Jazzgeschichte geschrieben, weil er mit dem Miles Davis/Gil Evans-Nonett an der “Birth of Cool”, also der Geburt des Cool-Jazz beteiligt war. Doch nicht minder wichtig war Konitz’ langjährige Zusammenarbeit mit dem Pianisten Lennie Tristano (auf den sich übrigens Martial Solal sowie dessen Schüler Dan Tepfer explizit beziehen). In der Zusammenarbeit mit Tristano entwickelte Lee Konitz sein unverwechselbares modales Spiel. Kaum ein anderer Altsoxophonist besitzt über die Jahre hinweg einen ähnlich unverkennbaren Stil: Was zunächst ein wenig spöde klingen mag, ist die Verweigerung jeglichen spieltechnischen Schnickschnacks.

Ganz anders ist da Dan Tepfer, der schon mit sechs Jahren am Klavier saß. Im Gegensatz zu Konitz’ 150 Titel umspannende Albumliste hat Tepfer erst sechs CD’s aufgenommen, die aber sind überzeugend in Sachen Virtuosität und Vielseitigkeit. Tepfers druckfrische Scheibe heißt “Goldberg Variations/Variations” (Sunnyside Records 2011). Darauf zu hören ist ein Bachinterpret in Höchstform, der sich die Freiheit nimmt, zu Bachs Kompositionen zusätzlich improvisierte Stücke zu liefern.

Wie gut die Zusammenarbeit zwischen Konitz und Tepfer funktioniert, kann man sich auch auf den Album “Duos with Lee” (Sunnyside 2009) anhören. Oder man geht am 19.11. um 20 Uhr ins Institut Français am Berliner Kurfürstendamm. Mal sehen, was die beiden so unterschiedlichen Paradiesvögel uns da zwitschern werden.

veröffentlicht unter: Uncategorized Kommentare