Jonathan Scheiner Texte & Musik

1Okt/20Off

Kansas City Firefuckers

Männer-Reservat: "Die Anfänge waren wirklich hart", meint Gayle Bushfire (kniend, 2.v.r). "Ich musste mich anfangs in stinkende Männerhosen zwängen, damit ich überhaupt mitmachen durfte. Doch irgendwann habe ich den Jungs eine Babypuppe mitgebracht. Nach anfänglicher Skepsis, wie diese zu betätigen sei, drehte die Stimmung. Inzwischen ist es geradezu hipp unter den Jungs, über Windel- und Zahnwechsel zu fachsimpeln."

Vor gar nicht allzu langer Zeit galt es noch als Kuriosität, wenn schwule Männer Babys bekamen. Mannomann, was für dunkle Zeiten, als selbst so prominente Boygroups wie die  „Village People“ aus New York ihre Homosexualität unter der musikalischen Narrenkappe verbargen. Seither hat sich glücklicherweise viel verändert, selbst im prüden Hinterland der USA. Dort geht die Freiwillige Feuerwehr inzwischen ganz neue Wege, um die Truppe bei der Stange zu halten. Und das war überfällig. Nachdem selbst in männerbündelnden Brandherden wie Starkbierkneipen oder Gridgirl-Clubs andere Geschlechter wie z. B. Frauen Zutritt erhalten hatten, musste auch die us-amerikanische Feuer- und Flammengilde F.U.G.G (Federal Fire Association) nachziehen. Mit beachtlichem Erfolg, wie den Bildern zu entnehmen ist.

Kuckuckskinder statt Ku-Klux-Klan: Das Kansas City Firedepartement (KFC) präsentiert stolz seinen Nachwuchs. Dort ist Feuerlöschen reine Männersache. Und Kinderkriegen auch.

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