Jonathan Scheiner Texte & Musik

8Apr/21Off

Hot Deal oder die Tücken der Atomgespräche

Blow Up-Job: Der Atom-Ayatollah versucht den Tücken der amerikanischen Sprache mittels einer Mind-Map auf die Schliche zu kommen

Die Verhandlungen über ein Atom-Abkommen mit dem Iran waren seit jeher zäh und sind schon des öfteren ins Stocken geraten. Am guten Willen der Mullahs aus Nahost hat es jedenfalls nicht gelegen, wie das Bild belegt. Bart raufend war man in Teheran sogar bereit, die Bedingungen des westzionistisch-imperialistischen Verhandlungspartners zu akzeptieren und hat sich amerikanische Technik zur Überwachung der Urananreicherung ins Kühlhaus geholt. Doch ausgerechnet diese "Spyware" macht nun Mucken – was vermutlich an der heimtückischen Beschriftung des Kontrollbretts liegt. Die Amis haben sich dabei offenkundig von Hollywood-Filmen inspirieren lassen. Selbst eine Anleihe aus Michelangelo Antonionis "Blow Up" war den albernen Herstellern nicht zu blöde, als sie Beschriftungen wie "Make Up - Blow Down" entwarfen. Und natürlich ist der Geiger-Zähler in der Mitte des Kreises eine Reminiszenz an das legendäre "Hotpants-Barometer" in Baywatch. Derweil nehmen's die Genarrten mit orientalischer Gelassenheit. Im Kühlwasser, streng abgeschirmt von den lüsternen Blicken der Öffentlichkeit, lassen sie das Nationalteam der iranischen Synchronschwimmerinnen das Abtauchen trainieren. 

Völlig ungeniert: Der Kader der iranischen Synchronschwimmerinnen beim Training im Kühlwasser

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